MedX Info

MED X - THERAPIE (Medizinische Kräftigungstherapie)

Der Torso des Menschen ist aus mehreren Muskelschichten aufgebaut. Die Muskelpartien, die wir sehen können, die sog. Oberflächenmuskulatur, bereitet uns wenig Probleme. Diese Muskeln können wir nach Belieben durch Arbeit oder an spezifischen Geräten trainieren bis sie stark und belastbar sind.

Mit der tiefen Rückenmuskulatur verhält es sich anders; diese Muskeln unterliegen nicht unserem willentlichen Kommando. Machen Sie einmal den Versuch. Sie können Ihrer Bauchmuskulatur den Befehl geben, sich anzuspannen. Wenn Sie das mit der tiefen Rückenmuskulatur tun wollen, werden Sie merken,daß das nicht geht.

Diese Tatsache hat weitgehende Konsequenzen für unser Leben, jedenfalls dann, wenn diese Muskeln - aus welchen Gründen auch immer - insuffizient, also schwach geworden sind.

Die gesunde tiefe Rückenmuskulatur erhält und unterhält ihr Kraftpotential durch die Auseinandersetzung mit der Anziehungskraft der Erde. Liegen wir z.B. flach auf dem Boden, wird sie nicht beansprucht. 
Stehen wir oder sitzen wir absolut in der Zentralachse unseres Körpers, also im 90° Winkel zur Erde, wird sie nur minimal beansprucht. Beugen wir uns aber aus der Zentralachse heraus nach vorn oder nach hinten, treten sie in der Tiefe unseres Muskelkorsetts in Aktion. Diese immer wiederkehrende Auseinandersetzung zwischen "aufrechtem Gang" und "Erdanziehung" ist der Stimulus, der diesen tiefen Rückenmuskeln genügt, um - im Idealfall - ein Leben lang stark und belastbar zu bleiben. Aufgrund ihrer morphologischen Eigenart hypotrophieren diese Muskeln sehr schnell. Fehl- und Schonhaltung führen schon bald zu Abbau und zu Dysbalancen.

80% aller Rückenbeschwerden, das hat eine große wissenschaftliche Studie in den USA ergeben, beruhen auf einer Schwächung dieser Muskelschichten. Bandscheibenvorfälle, Wirbelgleiten, Dysbalancen und Blockierungen sind Folgen bzw. das morphologische Substrat einer Schwächung der tiefen Rückenmuskulatur. Sind diese Muskeln einmal geschwächt, dann haben wir "nur" eine Möglichkeit, sie ganz gezielt wieder aufzubauen. 

 


Standard-Positionen der isometrischen Kraftmessungen
Die Muskeln benötigen dafür "überschwellige" Reize, die mit Hilfe des MedX-Diagnostik- und Therapiesystems erzeugt werden. 
Zunächst wird die Kraft der tiefen Rückenmuskeln mittels eines isometrischen Maximalkrafttests gemessen und objektiviert.


Interpolation der Einzelmessungen. Normale Kurvenform: linear abfallend in einem Verhältnis von 1,4 : 1 von Beugen zum Strecken

Der Erfinder der MedX-Therapie-Maschinen hat an der Universität von Florida tausende von gesunden und kranken Probanden getestet und Normwerte ermittelt.

Abnorme Kraftkurve (schwarz)
Die Testergebnisse von Patienten werden mit den Normwerten von gesunden Probanden verglichen und zusätzlich als Grundlage für die Indikationsstellung herangezogen.

Liegt eine Indikation vor, trainiert der Patient in 18 Sitzungen (sog. progressives Widerstandstraining).
Zunächst kommt es zur Anregung einer Vielzahl von biochemischen und neuronalen Anpassungsvorgängen. Dann setzt das Muskelwachstum ein. Muskelwachstum, d.h. Kraftgewinn und Schmerzreduzierung stehen zueinander proportional. Am Ende der Therapie wird erneut ein Krafttest gemacht, welcher mit dem Anfangstest verglichen wird. Kraftgewinn und Verbesserung der Beweglichkeit können somit objektiviert werden.

Es ist allgemein bekannt, daß bei chronischen Kreuzschmerzen die Kraft der gesamten Rumpfmuskulatur verbessert werden muß. Die tiefe Muskulatur ist lediglich das schwächste Glied in der Kette. Deshalb biete ich parallel zur Therapie das Ergänzungsprogramm an. 


Im Idealfall ist der Patient nach 18 Sitzungen beschwerdefrei. Um den Therapieerfolg zu erhalten, ist ein wöchentliches Training von 30 Minuten ausreichend.

Hier wird an acht ausgewählten  MedX-Trainingsgeräten unter ständiger ärztlicher Aufsicht die Bauchmuskulatur, die Gesäßmuskulatur, die Oberschenkelmuskulatur, die seitliche Rumpfmuskulatur, der große Rückenmuskel sowie die Muskulatur des Schultergürtels und der Brust gezielt aufgebaut.

Wichtig ist, daß der Patient nach Beendigung der Behandlung eine jahrelang eingeübte Schon- und Fehlhaltung wieder aufgibt und sich auch mental frei macht von beherrschenden Gedanken an seinen Rücken. Denn : "ein Kreuz mit trainierter Muskulatur schmerzt nicht und braucht auch nicht geschont zu werden."

(Dr. med. E. Paulenz)